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Smart Services in der industriellen Anwendung

Die Digitalisierung birgt viel Potenzial für neue Service- Geschäftsmodelle in der industriellen Produktion. Mit intelligenten datenbasierten Dienstleistungen, sogenannten Smart Services, können Unternehmen immer besser auf individuelle Kundenwünsche eingehen und Zusatzleistungen wie vorausschauende Wartung anbieten, die damit die Geschäftsmodelle über das eigentliche Produkt hinaus erweitern.

Durch die Kombination von Datenerfassung und Datenanalyse können Unternehmen innovative Dienstleistungen entwickeln, diese über Online-Plattformen bereitstellen und von dort aus neue Geschäftsmodelle realisieren. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) leistet mit den Förderprogrammen „Smart Service Welt I und II“ wesentliche Beiträge für die Entwicklung von Smart Services. Die geförderten Projekte umfassen nicht nur industrielle Dienstleistungen, sondern verteilen sich auf verschiedene Themen-Cluster in allen Wirtschaftszweigen: Von Energie und Mobilität über Medizin bis hin zur Bauwirtschaft werden Smart Services unter anderem für den lokalen Stromhandel, die Vernetzung von Prozessen im OP-Saal, zur Baustellenoptimierung und für Assistenzsysteme im Alter entwickelt. Im Cluster Produktion arbeiten insgesamt zehn Projekte an der Entwicklung intelligenter Dienste.

Hierin spiegelt sich die hohe Bedeutung der industriellen Produktion in Deutschland wider. Die geförderten Smart-Service-Projekte sind ähnlich vielfältig wie das produzierende Gewerbe selbst. Sie reichen von der Vernetzung von Produktionsanalagen über die Unterstützung von industriellen Tätigkeiten durch Augmented-Reality bis hin zu intelligenten Lösungen für die Sportartikelindustrie und die Landwirtschaft[1].

Smart Services für die vernetzte Produktion

Die Projekte OpenServ4P und SePiA.Pro beschäftigen sich mit innovativen Diensten in der vernetzten Produktion. OpenServ4P verfolgt das Ziel, Produktionsanlagen mit Plattformdiensten zu vernetzen. So sollen bestehende, „herkömmliche“ Produktionsanlagen zu Industrie- 4.0-fähigen Anlagen aufgerüstet werden. Für die