Einführung digitaler Geschäftsprozesse im Unternehmen

Prozessoptimierungen erzielen nicht die gewünschten Potenziale, wenn die Mitarbeiter die neuen Prozesse nicht annehmen und in ihren alten Routinen verbleiben. Druck der Vorgesetzten hil dann selten. Die Erkenntnisse aus dem Innovationsmanagement und der Verhaltensökonomie geben spannende Antworten, warum Mitarbeiter Veränderungsprozesse nicht unterstützen. Wir haben diese Erkenntnisse in einen einfachen Testinstrument zusammengeführt, mit dem Führungskrä e den Change-Prozess unterstützen und Potenziale schneller erzielen können.

Optimierung von Geschäftsprozessen ist ein Dauerthema. Die hohe Kunst, die Rentabilität kontinuierlich zu erhöhen, beschäftigt jedes Unternehmen. Die Erfahrung zeigt, dass sich Potenziale in der Praxis oft nicht realisieren lassen wie erhofft. Eine Ursache ist, dass nicht alle Mitarbeiter eine neue Technologie mit voller Überzeugung unterstützen. In Arbeitsumgebungen, die eine hohe individuelle Freiheit bei der Leistungserbringung belassen, arbeiten die Mitarbeiter dann mit den alten Systemen weiter und die neue Technologie erzeugt Kosten statt Nutzen.

Prozessoptimierung als Change-Management-Aufgabe

Prozessoptimierungen sind immer auch Change-Vorhaben. Die Mitarbeiter müssen die Notwendigkeit der Veränderung für sich persönlich nachvollziehen können. Sonst lassen sie sich „nicht an Bord“ holen. Bisher gibt es keine einfachen Werkzeuge, die tatsächliche Motivationslage der Einzelnen sichtbar zu machen. Sind die wirklichen Barrieren nicht bekannt, können sie nicht adressiert werden.

Abbildung 1: Diffusion von Innovationen [1, 2].

Prozessoptimierung als Innovationsmanagement-Aufgabe

Das Diffusionsmodell in Abbildung 1 beschreibt die Einführung von Innovationen als einen Prozess, in dem verschiedene Nutzergruppen ein neues Produkt