Dynamic Pricing im Nahverkehr

Innovative Dienstleistungen sind vor allem digitalisiert und werden Unternehmen angeboten. Nicht selten sind es Start-ups, die traditionelle Branchen oder Gewerbe, sei es Handel, Medien, Taxigewerbe, Finanzwelt oder Tourismus disruptiv verändern. Weniger Dynamik in dieser Richtung weist der öffentliche Sektor auf, obwohl der Bedarf an neuen Diensten für Bürger erheblich ist. Dynamische Preisanpassungen im öffentlichen Nahverkehr, die auf Nachfrage der Verbraucher reagieren sind sicher noch Zukunftsmusik. Doch Überlegungen, wie der ÖPNV attraktiver und effizienter werden könnte, sollen trotz aller theoretischen und praktischen Probleme an dieser Stelle erlaubt sein.

Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung sind in den letzten Jahren neue Geschäftsmodelle entstanden, im Nahverkehr z.B. durch Fahrvermittlungs- oder Carsharingdienste, die fast ausschließlich Web- bzw. App-basiert sind. Carsharingdienste wie DriveNow oder car2go erlauben Mitgliedern die Nutzung von KfZs. Neben fixen Gebühren (Anmeldegebühren und monatlichen Grundgebühren) fallen vom Nutzungsumfang abhängige Kosten an. Die Ortung von verfügbaren Fahrzeugen erfolgt dabei über GPS. Vor allem in Großstädten verzeichnen Carsharing-Dienste große Zuwächse. Fahrvermittlungsdienste sind vor allem in den USA und China weit verbreitet, wo sich Uber und Didi als Marktführer etabliert haben. Im Jahr 2017 hat Didi beispielsweise 7,4 Milliarden Fahrten an über 400 Millionen Nutzer vermittelt. Der Umsatz von Uber im Jahr 2018 hat die Schwelle von 10 Milliarden Dollar überschritten. Bei Fahrvermittlungsdiensten können über eine App Fahrten (vor-) bestellt werden. Es gibt auch die Option, mit